Rafting
Alle in meinem Boot
Rafting bietet die Möglichkeit für Gruppen, einen Wildfluss zu befahren. Je nach größe des Rafting Boots können zwischen 3 und 12 Personen in einem Rafting - Boot sitzen, mit dem ein mittelgroßer Gebirgsfluss befahren wird. Auf großen Flüsse wie beispielsweise dem Colorad River wird teilweise mit großen Rafting Booten gefahren die 20 bis 30 Personen befördern. Rafting hat sich mittlerweile zum Breitensport entwickelt. Voraussetzung für die Teilnahme beim Rafting sind gute Schwimmkentnisse und ein Mindestalter - das in Österreich durch die Konzessionsbestimmungen für jeden Rafting Fluss gesondert festgelegt ist (beispielsweise kann auf der Salza in der Steiermark bereits ab 6 Jahren mitgefahren werden - eine erwachsene Aufsichtsperson muß jedoch dabei sein).Es gibt unterschiedliche Raftingboote: Symetrisches Raft, asymetrisches Raft und das Kataraft. Die verbreiteste Form ist das symetrische Rafting Boot, bei dem mittels Stechpaddel gesteuert wird.Als Steuermöglichkeiten gibt es: Stechpaddel, Hecksteueranlage und Riemen (Ruderanlage).Jedes kommerziell verwendete Rafting Boot muß über 5 voneinander unabhängige Luftkammer verfügen, wobei der aufblasbare Boden auch als Luftkammer zählt.In Österreich gibt es verschiedene Raftingflüsse z.B: Salza, Enns, Inn, Ötztaler Ache, Isel, Möll, Salzach, Lammer, Saalach,...Für jeden Fluss ist eine begrenzte Zahl von Rafting Booten zugelassen.
Raftguide
Der Raftguide oder Bootsführer ist für die Sicherheit seiner Fahrgäste verantwortlich. In Österreich ist für die kommerzielle Beförderung von Fahrgästen die abgeschlossene Prüfung als Raftguide erforderlich: Schiffsführerpatent Raft.
Voraussetzungen für die Prüfung sind:
- Vollendetes 18. Lebensjahr
- Erste Hilfekurs bzw. Führerschein
- 30 Übungsfahrten mit einem geprüften Raftguide
Die Prüfung wird von der jeweiligen Prüfungskommission des Landes abgenommen. Ausbildungskurse werden von verschiedenen Unternehmen angeboten.
Rafting Boot
Als Rafting Boot wird ein wildwassertaugliches Schlauchboot bezeichnet. Die Definition ist in Österreich durch die ÖNORM V 5868 von 1991 mit Neuauflage 2000 festgelegt. Darin wird ein Rafting Boot folgendermaßen beschrieben: „Aufblasbares Ruderfahrzeug, das zum Befahren von Flüssen mit Strömungsgeschwindigkeit (Wildwasser) bestimmt ist und aufgrund seiner Bauart die Beförderung von mindestens vier Personen, zusätzlich zum Schiffsführer, zulässt. „ Kommerziell verwendete Rafting Boote müssen zudem aus 5 voneinander unabhängigenLuftkammern ausgeführt sein. Für den Personentransport wird meist mit Rafting Booten gefahren, die über einen aufblasbaren Boden mit Selfbailing verfügen. Am Boden können sogenannte Fußkappen montiert sein, die einen besseren Halt im Rafting Boot ermöglichen. Bei Materialbooten die bei mehrtägigen Touren verwendet werden, besteht der Boden aus einem reißfesten Gewebematerial und ohne Selfbailing Funktion. Abgesehen von der öffentlichen Definition gibt es auch noch kleine Rafting Boote für 3 bis 4 Personen. Der Unterschied zum Kanu ist jener, das mindestens zwei Personen ausreichend Platz auf gegenüberliegenden Seiten zum Sitzen finden. Bei Kanus sitzen die Paddler hintereinander.Bei der Bauart wird zwischen symetrischen Rafting Booten und asymetrischen Rafting Booten unterschieden. Die Steuerung kann durch Stechpaddel, einer Hecksteueranlage oder durch Riemen (Ruder) erfolgen. Auf großen Flüssen (Colorado River,..) wird teilweise auch mit Außenbordmotoren gefahren. Die Sonderformen von Rafting Booten sind Kataraft und Ponton.Es werden unterschiedliche Materialien verwendet: Hyperlon (Gummiertes Gewebe), PU (Synthetischer Gummi), PVC .
Rafting Geschichte
„Rafting" wurde vom englischen Wort „raft“ (= Floß) abgeleitet. Flöße wurden ursprünglich gebaut um entweder Baumstämme gebündelt auf Flüssen aus entlegenen Wäldern in Stadtnähe zu transportieren oder um verschiedene Handelswaren befördern zu können. Speziell die eisenverarbeitende Industrie benötigte viel Holz um die Schmelzöfen und Schmieden betreiben zu können.<br/> 1938 wurden Rafts erstmals zur Befahrung des Colorado Rivers durch den Grand Canyon benutzt. Die ersten kommerziellen Raftingtouren fanden in den USA 1960 statt. Erst ab den 70er Jahren erlangte das " Rafting" als Freizeitvergnügen eine immer größer werdende Bedeutung und erlangte auch in Europa zunehmend an Bedeutung.<br/> Erstmals wurde das Erlebnis, eine Landschaft vom einem Wildfluss aus kennen zu lernen, einem Personenkreis zugänglich gemacht, der über keine Wildwasser - Erfahrung verfügt. In der Anfangsphase wurde der Raftingsport bedingt durch sehr spektakuläre Fotopublikationen und leider auch durch eine traurige Unfallbilanz als Extremsport kategorisiert. Das hatte zur Folge, dass die Befahrung von Wildflüssen mit Rafts durch das Schifffahrtsgesetz 1990 in Form der Konzessionspflicht reglementiert wurde.<br/> Da es sich um eine sehr teamorientierte Sportart handelt, findet der Raftingsport besonders bei Gruppen -, Betriebs – und Vereinsausflügen großes Interesse – nach dem Motto: “Alle in einem Boot!“ Dem Raftguide wird deshalb auch großes Vertrauen entgegengebracht. Dieser muss über die entsprechende Ausbildung und Erfahrung verfügen, Gefahrensituationen richtig einschätzen können und die Befahrung eines Flussabschnittes immer konform zum Können seiner Mannschaft beurteilt.
Rafting Ausrüstung Raftguide
- Schwimmweste mit Bergesystem
- Flippleine, mindestens 8 mm und 3 m lang oder 20 mm Schlauchband
- 3 Karabiner
- Messer mit fester oder feststellbarer Klinge
- Guidepaddel
- Verbandkasten ÖNORM V 5101
- Wurfsack (mind. 20 m / 8 mm/ Bruchlast N 8000, schwimmfähig)
- Reservepaddel
- Evakuierungsplan
- Teilnehmerliste
- Signalpfeife
- Blasbalg / Pumpe
Empfehlung: Bandschlinge 240 cm, kurzer Wurfsack, Kurzprusik für Flaschenzug
Rafting Ausrüstung Gast
- Neoprenanzug: 3 - 6 mm dick
- Schwimmweste: muss Bewegungsfreiheit gewährleisten, aber trotzdem fest sitzen und dem Körpergewicht entsprechen (EN 393), mindestauftrieb 7,5 kg, mit Rettungsgurt und D-Ring
- Schuhwerk: Knöchelhohe Schuhe: Neoprenfüßlinge knöchelhoch
- Helm: Muss der Kopfgröße anpassbar sein, soll Ohrenfreiheit haben, muss verschließbar sein und über die Schläfe gezogen sein.
- Stechpaddel
- Paddel – oder Neoprenjacke (Empfehlung)

